Die Bukusu sind einer der siebzehn kenianischen Unterstämme der Luhya. Sich selbst 'BaBukusu' nennend, sind sie der größte Unterstamm der Luhya (ca 17% der Luhya Bevölkerung).
Zusammen mit anderen Luhya Gruppen haben sich die Bukusu zuerst um die Gebirgsausläufer des Mount Elgon niedergelassen. Sie kamen ursprünglich aus Ägypten. Das Gebiet um den Mt Elgon wurde bereits vom kriegerischen Stamm der Kalenjin bewohnt und die Bukusu und deren Nachbarn waren gezwungen wehrhafte Dörfer zu bauen.

Zur Zeit des britischen Vordringens in die Mount-Elgon-Region zu Ende des 19. Jahrhunderts bestanden die Luhya aus 21 politisch voneinander unabhängigen, sprachlich und kulturell jedoch weitgehend einander entsprechenden Gesellschaften. Diese Einheiten formierten sich aus Clans, die selbst zumeist politisch autonom agierende Gruppen darstellten und unterschiedliche Eigenbezeichnungen führten. Neben den Wanga hatten auch die Bukusu es verstanden, sich in der Zeit der Veränderungen zu behaupten. Sie lebten in befestigten Dörfern, erwarben Feuerwaffen und organisierten militärische Einheiten und wurden so zu den wichtigsten Rivalen der Wanga.
Die Bukusu leisteten Widerstand gegen die britischen Ansprüche und konnten sich durch ihre geschickte Kriegsführung über eine Reihe von Schlachten hinweg behaupten, bis sie schließlich 1895 unter großen Verlusten geschlagen wurden.
In den 1930er Jahren bildete sich unter den Bukusu die religiös-politische Gruppe Dini ya Msambwa, die unter ihrem Führer Elijah Masinde massiv gegen Vertreter der britische Kolonialherrschaft agitierte und agierte. Die Gruppe wurde von der Kolonialverwaltung verboten und verfolgt und war gegen Ende der 1940er Jahre die aktivste Widerstandsgruppe in Kenia.
Westliche Provinz, Bungoma Bezirk, Mt Elgon. Alternierende Namen: Lubukusu. Dialekte: Bukusu, Tachoni (Tachon).
Westliche Provinz, Bungoma Bezirk, Mt Elgon. Alternierende Namen: Lubukusu. Dialekte: Bukusu, Tachoni (Tachon).





